Liebe Besucher,
die mir von meinen Kollegen aufgebrummte Bezeichnung "Sexmuffel" würde ich, an dieser Stelle gern etwas relativieren. Was mich vor allem daran stört, ist die unvermeidliche Annäherung an den Begriff eines Frauengegners und -hassers. Diesen Verdacht möchte ich jedoch weit von mir weisen. Da gibt's ganz andere! Den Ausdruck einer übertrieben negativen Haltung entdeckte ich beispielsweise neulich, als mir jemand ein Zitat Schopenhauers zu lesen gab, der tatsächlich ein echter Frauenhasser gewesen zu sein scheint. Er schreibt es ausschließlich dem "vom Geschlechtstrieb umnebelten männlichen Intellekt" zu, das "niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht "das Schöne" zu nennen. Die Weiber würde ein an Verrücktheit grenzender Hang zur Verschwendung, eine instinktartige Verschlagenheit und ein unvertilgbarer Hang zum tilgen kennzeichnen und weder für Musik, noch Poesie. noch bildende Künste hätten sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit. Nun, was bitte ist es, dass die Frauen dann zu den legendären Auftritten der "Rockys" treibt? Sind es am Ende jene Szenen, die ich nach (und während) mancher Konzertveranstaltung mit Abscheu hinter (und auf) der Bühne beobachten musste, als ich meine Kollegen in unwürdigen, wollüstigen Situationen bei Ausübung heidnischer sexueller Praktiken erspähte? Die feinen Herren - engumschlungen und verknotet mit jenen frivolen Groupies, die nach einer anstrengenden Show die Künstlergarderobe belagern, um dem Rockys die wohlverdienten Getränke wegzusaufen und ihm das nasse Hemd vom Körper reißen! Von diesen Herren also ein "Sexmuffel" genannt zu werden, ist insofern wohl ganz in Ordnung. Und so trage ich diesen Titel gern und mit ganzer Würde.


Tom Rock zeigt sich gern mit Frauen

Tom Rock lebend auf der Bühne